5 Min

Tenniscamp organisieren: 7 Schritte zum perfekten Ablauf für dein Feriencamp

Ein Feriencamp ist für viele Tennis- und Padeltrainer die aufwendigste Woche im Jahr und gleichzeitig die mit dem größten Hebel. Zehn, zwanzig oder dreißig Kinder für fünf Tage am Stück, volles Programm von morgens bis nachmittags, und Eltern, die genau hinschauen, ob sich ihr Kind wohlfühlt. Wenn der Ablauf sitzt, ist ein Camp die beste Werbung, die du dir wünschen kannst, und obendrein eine der einträglichsten Wochen im Trainerjahr. Wenn der Ablauf nicht sitzt, merken das alle noch am selben Nachmittag.

Die gute Nachricht: Ein Tenniscamp zu organisieren klingt komplizierter, als es ist. Im Kern ist es vor allem eine Frage der Struktur. Die folgenden sieben Schritte gelten für ein klassisches Tenniscamp genauso wie für ein Padelcamp, die Sportart ändert nichts an der Logik dahinter.

Schritt 1: Die Grundplanung: Termin, Zielgruppe und Anmeldung

Bevor du dich um Spiele oder Material kümmerst, brauchst du drei Eckpunkte. Erstens den Zeitraum: Ferienwochen sind Gold wert, weil Eltern in dieser Zeit ohnehin nach Betreuung suchen und ein Camp direkt zu Ferienbeginn füllt sich meist schneller als eines in der Mitte. Zweitens die Zielgruppe: Ein Camp für Sechs- bis Neunjährige braucht andere Gruppengrößen, kürzere Einheiten und mehr Pausen als eines für Jugendliche, die schon turnierorientiert spielen. Und drittens die Anmeldung: denn nichts kostet mehr Zeit als Zu- und Absagen, die über fünf verschiedene WhatsApp-Chats verteilt sind.

Leg früh eine feste Teilnehmerzahl pro Gruppe fest, je nach Alter funktionieren meist vier bis maximal sechs Kinder pro Platz gut, und plane eine Warteliste ein. Ein Camp, das drei Wochen vorher ausgebucht ist, wirkt auf Eltern automatisch attraktiver als eines mit halb leeren Plätzen bis zur letzten Minute.

Schritt 2: Der Zeitplan: Ein bewährter Tagesablauf fürs Camp

Der Tagesablauf ist das Rückgrat deines Camps und Eltern fragen danach fast immer als Erstes. Ein Zeitplan, der sich über die ganze Woche wiederholt, gibt Kindern Sicherheit und dir als Trainer die Möglichkeit, den Tag ohne ständige Improvisation durchzubringen. Ein bewährtes Grundgerüst für ein Ganztagescamp sieht so aus:

Uhrzeit

Programmpunkt

08:30 – 09:00

Ankunft, Begrüßung, Anwesenheit

09:00 – 09:30

Kennenlern- und Aufwärmspiele

09:30 – 11:00

Trainingseinheit 1 (Technik, Stationsarbeit)

11:00 – 11:15

Trinkpause

11:15 – 12:30

Trainingseinheit 2 (Spielformen, Matches)

12:30 – 13:30

Mittagspause

13:30 – 15:00

Trainingseinheit 3 (Turnier oder Wettbewerb)

15:00 – 15:30

Abschlussrunde, Auszeichnung, Abholung

 Halbtagescamps übernehmen einfach den Vormittags- oder Nachmittagsblock ohne Mittagspause. Wichtig ist weniger die exakte Uhrzeit als die Wiederholung: Wenn jeder Tag mit derselben Begrüßungsrunde startet und derselben Abschlussrunde endet, wissen selbst die Jüngsten am zweiten Tag genau, was auf sie zukommt, und du gewinnst Zeit, weil du nicht jeden Übergang neu erklären musst.

Schritt 3: Die Mittagspause: Verpflegung und Erholung richtig einplanen

Bei einem Ganztagescamp entscheidet die Mittagspause oft darüber, wie der Nachmittag läuft. Plane mindestens 45 bis 60 Minuten ein. Kürzer wird knapp, wenn Kinder erst noch Hände waschen und sich umziehen müssen. Kläre vorab, ob Eltern ihre Kinder mit Essen ausstatten oder ob du eine Verpflegung organisierst, zum Beispiel über einen Catering-Partner, den Vereinsgastronomiebetrieb oder eine bestellte Essenslieferung für die ganze Woche. Frag bei der Anmeldung aktiv nach Allergien, Unverträglichkeiten und besonderen Ernährungsformen wie vegetarisch ab, nicht erst am ersten Camptag und leg diese Informationen so an, dass jeder Betreuer sie griffbereit hat.

Nutz die Mittagspause auch bewusst als Erholungsfenster. Nach zwei intensiven Einheiten am Vormittag brauchen vor allem jüngere Kinder eine echte Pause ohne Schläger in der Hand, sonst lässt die Konzentration am Nachmittag spürbar nach. Ein schattiger Platz, genug Trinkwasser und eine ruhige halbe Stunde wirken oft mehr als jede zusätzliche Trainingseinheit.

Schritt 4: Kennenlernspiele: Die ersten 30 Minuten entscheiden über die Stimmung

Gerade am ersten Camptag kennen sich viele Kinder noch nicht, und genau diese ersten 30 Minuten legen fest, ob die Gruppe als Team oder als Ansammlung Einzelner durch die Woche geht. Ein paar Spiele, die sich in der Praxis bewährt haben:

Der Namensball eignet sich für den Einstieg im Kreis: Ein Ball wird zugeworfen, wer fängt, ruft seinen Namen und z.B. seine Lieblingsschlagart oder sein Lieblingsessen und danach geht der Ball weiter. Bei der Schlägerstaffel treten zwei Teams gegeneinander an und balancieren einen Ball auf dem Schlägerkopf über eine kurze Strecke, wer den Ball verliert, muss von vorn beginnen, das bringt schnell Lacher und lockert die Anspannung. Kinder, die sich an Tag eins schon als Team fühlen, sind über die ganze Woche einfacher zu führen als eine Gruppe, die erst am Mittwoch zueinanderfindet.

Eine ausführliche Sammlung weiterer Aufwärm- und Kennenlernspiele, von der Punktejagd bis zum Kettenfangen, findest du in unserem Artikel Aufwärmspiele fürs Tenniscamp: 8 Übungen für den perfekten Start.

Schritt 5: Material: Die Checkliste für dein Camp

Nichts bremst einen Camptag so sehr wie ein Materialengpass mitten in der Einheit. Neben der üblichen Grundausstattung wie Bällen, Hütchen und Minitoren oder Minitennisnetzen für die Kleinsten solltest du an Dinge denken, die im normalen Wochentraining oft keine Rolle spielen, weil ein Camp länger dauert und mehr Kinder gleichzeitig betreut werden:

•     Ausreichend Bälle, mehr als du für eine normale Trainingsstunde bräuchtest, damit keine Einheit wegen Ballmangel stockt

•     Namensschilder oder farbige Bänder zur Gruppeneinteilung, gerade bei größeren Camps mit mehreren Trainern

•     Eine Anwesenheitsliste mit Notfallkontakten und Allergiehinweisen pro Kind

•     Erste-Hilfe-Set, Sonnencreme-Erinnerung und genügend Trinkwasser oder ein Wasserspender

•     Kleine Preise oder Urkunden für die Abschlussrunde am letzten Tag

•     Ersatzmaterial wie zusätzliche Schläger für Kinder, die keinen eigenen mitbringen

Am einfachsten ist es, diese Liste einmal für dein erstes Camp zusammenzustellen und danach für jedes weitere Camp einfach wiederzuverwenden, statt jedes Mal neu zu überlegen, was noch fehlt.

Schritt 6: Kommunikation mit Eltern vor und während des Camps

Eltern, die genau wissen, was ihr Kind erwartet, sind entspannter und melden ihr Kind eher wieder an. Schick spätestens eine Woche vorher ein kurzes Info-Schreiben mit Ablaufplan, Kleidungsempfehlung, Verpflegungshinweisen und An- und Abholzeiten. Während des Camps reicht meist ein kurzes tägliches Update, zum Beispiel ein Foto der Gruppe oder eine Kurznachricht darüber, was auf dem Programm stand, das kostet dich zwei Minuten und gibt Eltern das gute Gefühl, eingebunden zu sein, auch wenn sie selbst nicht vor Ort sind.

Schritt 7: Nach dem Camp: Nachbereitung und wie du Teilnehmer zu Stammkunden machst

Das Camp endet nicht mit der Abschlussrunde am letzten Tag. Frag Eltern kurz danach, wie die Woche für ihr Kind war, entweder mit einer kurzen Nachricht oder einem simplen Feedbackbogen, das gibt dir wertvolles Material für die Werbung des nächsten Camps und zeigt gleichzeitig, dass dir die Qualität wichtig ist. Und weil ein Camp oft der erste Kontakt zu Kindern ist, die vorher noch nie bei dir trainiert haben, lohnt sich ein klares Angebot für den Übergang ins reguläre Training direkt danach, statt den Schwung der Woche verpuffen zu lassen.

Genau in dieser Nachbereitung und schon bei der Anmeldung merken viele Trainer, wo Excel-Listen und WhatsApp-Gruppen an ihre Grenzen kommen. Sobald ein Camp mehrere Gruppen, mehrere Trainer und eine Warteliste umfasst, wird die Verwaltung schnell zur zweiten Baustelle neben dem eigentlichen Coaching. CourtPlan wurde für genau diese Situation gebaut: Anmeldungen laufen automatisch über einen Buchungslink, Teilnehmer lassen sich nach Alter oder Gruppe sortieren, und im Anschluss verschickt CourtPlan die Rechnungen, ohne dass du eine einzige Excel-Tabelle anfassen musst. Wer die Verwaltung eines Camps einmal ohne Zettelwirtschaft erlebt hat, will selten zurück.

Willst du dein nächstes Camp von Anfang an strukturiert angehen? Dann probier CourtPlan 30 Tage kostenlos aus.

Der beste Zeitpunkt anzufangen ist jetzt.

Jetzt CourtPlan kostenlos testen

Weitere Artikel für Trainer

Tenniscamp organisieren: 7 Schritte zum perfekten Ablauf für dein Feriencamp

Rechnung schreiben als Tennistrainer oder Padeltrainer: was beachtet werden muss (2026)

Padeltrainer in Deutschland: Wie du den Boom-Markt 2026 für dich nutzt

Copyright © 2026 CourtPlan – Die All-In-One App für Tennis- & Padeltrainer

Copyright © 2026 CourtPlan –

Die All-In-One App für Tennis- & Padeltrainer